Im Vergleich zu einem Fernsehapparat der im " Bereitschaftsmodus
" weder ein- noch ausgeschaltet ist, ähnlich ergeht es den
Muskeln, die sogar im Ruhestand eine Information erhalten (insbesondere
vom Gehirn), Information, die sie unter Spannung halten.
Dieser "Bereitschaftsmodus“ der muskulären
Aktivität nennt sich : Muskeltonus
Der Posturale Muskeltonus ermöglicht es, daß wir
uns ohne jegliche Anstrengung aufrecht erhalten. Doch dieser
Tonus hat nichts mit dem Tonus aus der Umgangssprache zu tun
: insofern hätte man nie genug Tonus !
Im Gegenteil, im neurologischen Sinn hat der Muskeltonus den
natürlichen Hang sich zu erhöhen, und eben diese Erhöhung
ist schädlich.
Die täglichen Aktivitäten, Stress aller Art, betonen
die Tatsache, daß manche Muskeleinheiten auf natürlicherweise
hypertonisch werden. Dies ist insbesondere der Fall der Rückenmuskeln,
die eine Kettenorganisation haben und deshalb voneinander abhängig
sind, so daß die Verkürzung eines Rückenkettenmuskels
eine Rückwirkung auf die ganze Kette hat.
Indem die Muskeln zu sehr angespannt, zu steif und schließlich
zu kurz werden, üben sie einen Druck aus, auf die Gelenke,
auf welche sie inseriert sind. Dies kann bis zu Veränderungen
der gesamten Körperhaltung und zu Schmerzen führen,
und eben diese Körperhaltung wird der Krankengymnastiker,
der mit der Reconstruction Posturale® arbeitet, besonders
beachten , um die spezifischen Spannungen aufzunehmen.
Die darauf folgende individuell angepaßte Behandlung besteht
darin den Muskeltonus wieder auszugleichen, bezüglich den Schmerzen
und den morphologischen Störungen, die jedem Patienten eigen
sind.
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